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FLAIR-FLOW 4 is supported by the European Commission within the 5th Framework Programme under the Quality of Life and Management of Living Resources, Key Action 1. It comprises a network that disseminates food research results to consumer groups, health professionals and the food industry in 24 European countries. |
FFE 426/01/HP15
Fachkräfte im Gesundheitswesen
sind sich darüber im Klaren, dass die Folat- Supplementierung von Frauen zu
Beginn der Schwangerschaft das Inzidenzrisiko eines Neuralrohrdefektes (NTD),
wie Spina Bifida, deutlich reduziert.
Folsäure ist aber nicht nur in der Schwangerschaft von gesundheitlicher Bedeutung.
Ein marginaler Folatmangel geht mit erhöhten Plasmahomocysteinspiegeln einher.
Diese sind ein an Bedeutung gewinnender Risikofaktor für kardiovaskuläre Krankheiten
und stehen in Beziehung zu bestimmten Karzinomarten, speziell Dickdarmkrebs.
In Europa wird rege über die für eine optimale Gesundheit notwendige Folatzufuhr
diskutiert. Die gültigen Zufuhrempfehlungen gehen davon aus, dass zum Schutz
vor NTD eine zusätzliche Aufnahme von 400mcg pro Tag als Folsäuresupplement,
angereichertes Nahrungsmittel oder natürliche Nahrungsmittelfolate notwendig
ist. Es wird dabei davon ausgegangen, dass alle drei Zufuhrarten den selben
Effekt auf den Folatstatus haben, aber dies ist nicht gesichert.
Das Ziel des Projektes << Folat: vom Nahrungsmittel zu Funktionalität und
optimaler Gesundheit>> (FolateFuncHealth) soll kommerzielle und Konsumenteninteressen
vereinen, um an Folat reiche und angereicherte Nahrungsmittel mit spezifischen
Vorteilen im Hinblick auf Bioverfügbarkeit, Funktion und Gesundheit zu liefern.
Zunächst wurde die relative Bioverfügbarkeit von (6S)-5-Methyltetrahydrofolat
((6S)-5CH3PteGlu; eine der vorherrschenden natürlichen Folatformen in Nahrungsmitteln)
im Vergleich zu Folsäure (PtrGlu) untersucht. PteGlu kommt nicht natürlich
in Nahrungsmitteln vor, wird aber in Supplementen und zur Anreicherung von
Lebensmitteln eingesetzt. Hohe Folsäureaufnahmen sind jedoch ein potentielles
Problem, da sie möglicherweise hämatologische Symptome eines Cobalamin- (Vitamin
B12) Mangels verdecken, besonders bei älteren Personen.
Erste Studienergebnisse zeigen anhand der "Plasma aera-under-the-curve"-Methode
(AUC), dass (6S)-5CH3PteGlu im Vergleich zu Folsäure bei entsprechend gleicher
niedriger Dosierung um 26% besser bioverfügbar ist. Dies lässt vermuten, dass
(6S)-5CH3PteGlu im Vergleich zu PGA auch eine besser biologische Wirksamkeit
haben könnte (z.B. durch Verminderung der Plasma-Homocysteinkonzentrationen).
Im weiteren Projektverlauf sollen wirkungsvolle, nachhaltige und ethisch vertretbare
Ernährungsstra-tegien für an Folat reiche und mit Folat angereicherte Produkte
entwickelt werden, um eine Versorgung mit Folat in einem die menschliche Gesundheit
schützenden Ausmass zu sichern.
Projekt Nr. QLK1-1999-00576 (FolateFuncHealth) http://www.ifr.bbsrc.ac.uk/folate
Projektkoordinator:
Paul Finglas
Nutrition & Consumer Science Division
Institute of Food Research;
Norwich Research Park Colney, Norwich,
NR4 7UA,
UK
Tel: +44 1603 255318,
Fax: +44 1603 507723
e-mail: paul.finglas@bbsrc.ac.uk
Autor: Dr F. Robinson, British Nutrition Foundation, UK, August 2001.
O. Univ. Prof. Dr. Werner
Pfannhauser
Institut für Lebensmittelchemie und -technologie
TU Graz
Petersgasse 12/2
A-8010 Graz
Tel.: 0316/873 6471
Fax: 0316/873 6971
e-mail: werner.pfannhauser@tugraz.at
Internetz: http://www.cis.tugraz.at/ilct