|
|
FLAIR-FLOW 4 is supported by the European Commission within the 5th Framework Programme under the Quality of Life and Management of Living Resources, Key Action 1. It comprises a network that disseminates food research results to consumer groups, health professionals and the food industry in 24 European countries. |
FFE 470/02/HP 29
Flavonoide gehören zur
grossen Gruppe der Polyphenole, die in verschiedenen Nahrungs- und Genussmitteln
wie Zwiebeln, Rotwein, grünem und schwarzem Tee natürlich vorkommen. Sie übernehmen
physiologische und strukturelle Funktionen von Pflanzen und sind für farbliche
und geschmackliche Eigenschaften von Nahrungsmitteln und Getränken verantwortlich.
Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass Flavonoide potentiell
gesundheitsfördernde Eigenschaften aufweisen. Von besonderem Interesse sind
jedoch die neuartigen Flavonoide, die während der traditionellen Verarbeitung
entstehen. Man findet sie im Rotwein und im Schwarztee, jedoch nicht in der
Traube oder den frisch geernteten Teeblättern. Sie werden als komplexe Phenole
und Tannine bezeichnet (CPT). CPT wurden im Vergleich zu anderen Polyphenolen
bisher kaum wissenschaftlich untersucht, werden aber als wichtig erachtet,
da sie von einigen EU Bürgern in grossen Mengen, d.h. bis zu mehreren Kilogramm
pro Jahr, aufgenommen werden. Zu beachten gilt, dass die Verzehrsmengen je
nach Ernährungsweise stark variieren, und es bestehen deutliche geographische
Unterschiede in der EU. So konsumieren ganz allgemein Südeuropäer mehr von
den in Rotwein vorkommenden CPT, während die Nordeuropäer mehr von den im
Schwarztee vorliegenden CPT konsumieren. Die allgemeine Zielsetzung eines
von der EU unterstützten FAIR Projektes war es, einige der biologischen Wirkungsweisen
der in der menschlichen Ernährung vorkommenden CPT besser zu verstehen und
die sich daraus ergebenden Folgen für die allgemeine Gesundheit und das Wohlergehen
der Europäischen Konsumenten zu erforschen.
Im Einzelnen sollte
die Studie aufzeigen, ob CPT:
Tierstudien konnten bisher zeigen, dass CPT aus Schwarztee, aber nicht
jene aus Rotwein, Schäden an der DNA reparieren können, die durch erbgutschädigende
Moleküle verursacht wurden und für die Entwicklung von Dickdarmkrebs verantwortlich
sind. Die zugrunde liegenden Mechanismen sind noch Gegenstand der Untersuchung.
Weiterhin konnte gezeigt werden, dass der CPT Gehalt in aufgebrühtem Schwarztee
je nach Zubereitungsart signifikant verschieden ist. Der Gehalt an Thearubigin,
dem typischen CPT in Schwarztee, war wesentlich höher, wenn die Teebeutel
im Aufguss ausgedrückt wurden anstatt sie nur für wenige Sekunden in das
heisse Wasser einzutauchen. Der Zusatz von Milch (Proteinen) zum Tee hatte
praktisch keinen Einfluss auf die Absorption der CPT, was den Ergebnissen
einiger anderer Studien widerspricht. Die Studien weisen darauf hin, dass
CPT von den Dickdarmbakterien fermentiert werden und nicht die ursprünglichen
CPT, sondern ihre Fermentationsproduk-te absorbiert werden. Weitere Untersuchungen
befassen sich mit diesen potentiell förderlichen Interaktionen. Projekt Nr: FAIR-CT95-0653 http://www.surrey.ac.uk/SBS/nutrition/nutritionhome.htm
Projektkoordinator: Professor Michael Newton
Clifford Centre for Nutrition & Food Safety
Food Safety Research Group
School of Biomedical & Life Sciences
Guildford, GU2 7XH
UK
Phone: +44 1483 689703
Fax: +44 1483 576978
e-mail: m.clifford@surrey.ac.uk
O. Univ. Prof. Dr. Werner
Pfannhauser
Institut für Lebensmittelchemie und -technologie
TU Graz
Petersgasse 12/2
A-8010 Graz
Tel.: 0316/873 6471
Fax: 0316/873 6971
e-mail: werner.pfannhauser@tugraz.at
Internetz: http://www.cis.tugraz.at/ilct