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FLAIR-FLOW 4 is supported by the European Commission within the 5th Framework Programme under the Quality of Life and Management of Living Resources, Key Action 1. It comprises a network that disseminates food research results to consumer groups, health professionals and the food industry in 24 European countries. |
FFE 540/02/SME 54
Phytoöstrogene zählen
zu den sekundären Pflanzeninhaltstoffen und sind vor allem in zahlreichen
Gemüsearten enthalten. Es wird ihnen eine leichte Östrogenaktivität im menschlichen
Organismus zugeschrieben. Ihre positiven Gesundheitseffekte bestehen in einer
möglichen Prävention von Herz- Kreislauferkrankungen, Osteoporose, Wechselbeschwerden
sowie von Brust-, Prostata- und Colonkrebs. Zwei Gruppen von Phytoöstrogenen
gelten derzeit als besonders interessant: die Isoflavone und die Lignane.
Isoflavone findet man hauptsächlich in Sojabohnen und Sojaprodukten sowie
in einigen anderen Leguminosenarten. Lignane sind in den meisten ballaststoffreichen
Lebensmitteln, wie in Vollkornprodukten, Beerenfrüchten sowie in Samen von
Ölsaaten enthalten. Sie stellen in der europäischen Ernährungsweise die bedeutendere
Quelle für Phytoöstrogene dar als die Isoflavone.
In diesem EU FAIR Projekt sollte der Phytoöstrogengehalt sämtlicher Lebensmittel
quantifiziert werden, die Variationen in der Verstoffwechslung dieser Substanzen
untersucht werden sowie deren protektive Wirkung bei einigen Krebsarten erforscht
werden. Zahlreiche Hülsenfrüchte und Getreidearten sowie Nüsse, Genussmittel
(Kaffee, Tee, Bier), Früchte, Beeren und Gemüsearten wurden auf ihre Phytoöstrogengehalte
analysiert. Leinsamen und Roggen können als gute Quelle für Lignane bezeichnet
werden. Auch durch den Konsum von Sonnenblumen-kernen, Sesam, Nüssen, Erdbeeren
und Kürbis kann der Phytoöstrogengehalt der Nahrung erhöht werden.
Der tägliche Konsum von 9 Scheiben Roggenknäckebrot für mehr als zwei Wochen
führte weder zu einer signifikanten Reduktion der Lymphocytenschädigung im
Blut noch kam es zu einer Beeinflussung der antioxidativen Kapazität des Plasmas.
Im Tierexperiment mit Ratten konnte der protektive Effekt bei Colonkrebs für
Roggen, nicht jedoch für Soja gezeigt werden.
Es ist anzunehmen, dass auch andere Nahrungsbestandteile in den Prozess der
Krebsprävention eingebunden sind.
Project No: FAIR CT95-0894
Project Co-ordinator:
Prof. H. Adlercreutz
Office address:
Division of Clinical Chemistry,
PB 60 Mannerheimintie 97
University of Helsinki
FIN-00014 Helsinki, FINLAND
Tel: +358-(0)9-315 5552
Secr: +358-(0)9-315 5553
Fax1: +358-(0)9-3155104;
Laboratory address:
Folkhälsan Research Center,
Biomedicum,
Division of Clinical Chemistry Haartmaninkatu 8,
3rd fl. University of Helsinki FIN-00290 Helsinki, FINLAND
Tel. +358-(0)9-19125454
e-mail: herman.adlercreutz@helsinki.fi
O. Univ. Prof. Dr. Werner
Pfannhauser
Institut für Lebensmittelchemie und -technologie
TU Graz
Petersgasse 12/2
A-8010 Graz
Tel.: 0316/873 6471
Fax: 0316/873 6971
e-mail: keg@pfannhauser.at
Internetz: http://www.pfannhauser.at