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FLAIR-FLOW 4 is supported by the European Commission within the 5th Framework Programme under the Quality of Life and Management of Living Resources, Key Action 1. It comprises a network that disseminates food research results to consumer groups, health professionals and the food industry in 24 European countries. |
FFE 541/02/HP52
Nickelsensitive Personen mit Allergien haben keinen ersichtlichen Vorteil
indem sie Besteck aus rostfreiem Edelstahl vermeiden, immer vorausgesetzt
dieses ist von ausreichend guter Qualität um eine Korrosion zu vermeiden.
So die Schlussfolgerung eines 3 Jahre dauernden EU Forschungspro-jektes,
welches die Unbedenklichkeit von rostfreiem Edelstahl und von Legierungen
untersuchte, die im Gesundheitsbereich eingesetzt werden. Der Einsatz von
rostfreiem Edelstahl ist in der Lebensmittelindustrie sowie im medizinisch-technischen
Sektor weit verbreitet. Der Produktionsanteil von Edelstahl, der im Bereich der Patientenbehandlung
eingesetzt wird ist sehr klein, aber in der Praxis sind dennoch viele hundert
Millionen Personen betroffen. Edelstahlprothesen sind zum Beispiel in direkter
Berührung mit menschlichem Gewebe und die Edelstahllegierungen, die für
solche Materialien verwendet werden, dürfen durch Körperflüssigkei-ten auf
keinen Fall angegriffen werden. In dieser Hinsicht brachte das Projekt einige
neue und völlig unbedenkliche auf rostfreiem Edelstahl basierende Lösungen
hervor. Genauso wie die Verwendung irgendeiner passiven Metalllegierung
in medizinischen Anwendungen biokompatibel sein muss, muss auch der rostfreie
Edelstahl, der in der Lebensmittelindustrie eingesetzt wird, d.h. in Gefäßen
zum Kochen oder Aufbewahren von festen und flüssigen Nahrungsmitteln, biokompatibel
sein. Es darf im Kontakt mit Körperflüssigkeiten zu keiner Freisetzung von
metallischen Ionen infolge elektrochemi-scher Korrosionsvorgänge kommen.
So weiß man, dass Nickel bei längerfristigen Kontakt eine allergische Hautreizung
verschlimmern kann. Es wurden Materialen im Labor wie unter realen Alltagsbedingungen
getestet. Das Projekt wollte damit zeigen, dass risikofreier rostfreier Stahl und
Legierungen in allen Industriezweigen, Haushaltungen und im Gesundheitssektor
verwendet wird. In einem Studiensegment wurden die Nickel- und Chrombelastungen
in 11 normalen Kantinenmahlzeiten wie z.B. Teigwarengerichte oder Hühnerschnitzel
untersucht, welche mit rostfreien Edelstahlküchengeräten zubereitet wurden.
Die Wissenschaftler verglichen diese Ergebnisse mit den Resultaten von genau
den selben aber in Glaspfannen zubereiteten Gerichten. Es konnte gezeigt
werden, dass der Nickel- und Chromgehalt der Nahrung durch die Verwendung
von Küchengeräten aus rostfreiem Edelstahl nur minimal beeinflusst wird
und im normalen täglichen Schwankungsbereich des Nickelverzehrs liegt. Während des Kochens mit rostfreien Edelstahlgeräten wird ca. 1 Mikrogramm
ionisches Nickel freigesetzt; die tägliche Nahrung enthält hingegen 100-300
Mikrogramm Nickel. Im Hinblick auf die kontroverse Diskussion über die möglichen
negativen Auswirkungen von oral, intravenös oder durch Inhalation zugeführten
Nickel auf Handekzeme bei sensitiven Personen ist anzumerken, dass nur 1-10%
des aufgenommenen Nickels absorbiert wird. Literaturangaben zufolge tritt
eine allergische Reaktion beim Menschen ab Dosen von 5000 Mikrogramm und
mehr auf. Was Chrom betrifft, sind nur bestimmte Verbindungen gefährlich
und diese können beim Kochen oder durch Korrosion von rostfreiem Edelstahl
oder nickelhaltigen Legierungen in Körperflüssigkeiten nicht produziert
werden. Projekt: F3/F2.2/96 Kontaktperson: Dr. Alberto Tamba
Centro Sviluppo Materiali S.p.A. (CSM S.p.A.)
Via di Castel Romano, 100 ,
00128 - ROME - ITALY
Tel: +39-06-5055829
Fax: +39-06-5055202
e-mail : marketing.csm@c-s-m.it
O. Univ. Prof. Dr. Werner
Pfannhauser
Institut für Lebensmittelchemie und -technologie
TU Graz
Petersgasse 12/2
A-8010 Graz
Tel.: 0316/873 6471
Fax: 0316/873 6971
e-mail: keg@pfannhauser.at
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