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FFE-609-03-CG 75
Bei schlechter Lagerung
von Getreide besteht die Gefahr der Schimmelpilzbildung. Ein besonders gefährliches
Schimmelpilztoxin ist das Ochratoxin A (OTA). , eine potentiell krebserregende
Substanz.
Ein EU-Projekt befasst sich mit der Entwicklung von Möglichkeiten zur
Reduktion des OTA-Gehaltes in Getreide, mit dem vorrangigen Ziel die Gesundheit
des Menschen zu schützen.
Getreide stellen eine gute Quelle für zahlreiche Nähr- und Wirkstoffe,
wie Ballaststoffe, Vitamine und Mineralstoffe dar. Wird Getreide jedoch unsachgemäß
gelagert, kann es schimmlig werden und einige Schimmelpilze können OTA
produzieren. Die Hauptmenge an OTA wird über Getreide aufgenommen. Die
Menschen sind jedoch nicht nur durch den Konsum von OTA haltigem Getreide
gefährdet: auch Tiere, die mit OTA belastetem Futter gefüttert werden,
stellen eine potentielle Gefahr dar. Wissenschafter haben OTA in essbaren
tierischen Geweben, wie beispielsweise in Schweineleber gefunden.
In dem genannten Projekt werden Getreideproben aus verschiedenen Ländern
untersucht. Jener Schimmelpilz, der hauptsächlich für die OTA Bildung
verantwortlich ist, konnte identifiziert werden: Penicillium verrucosum. Dieser
Pilz befällt das Getreidekorn während oder nach der Ernte; als Hauptkontaminationsquellen
gelten Mähdrescher sowie Trocknungs- und Lageranlagen. Die Wissenschafter
haben mathematische Modelle entwickelt und eine 2 jährige Studie durchgeführt.
Als Ergebnis konnten vier Empfehlungen zur sicheren Getreidesilolagerung formuliert
werden. Diese beinhalten Aussagen zur korrekten Belüftung und Lagertemperatur,
zur Vorbeugung von Wassergehaltsverlusten sowie die Empfehlung, die äußeren
Getreiderandschichten zu entfernen.
Weiters wurden die Mahlprozesse sowie die Malz- und Brauvorgänge verbessert.
Es konnte gezeigt werden, dass die Prozesstemperaturen während des Malzvorganges
einen entscheidenden Einfluss auf eine mögliche Schimmelpilzbildung haben.
Einige Substanzen erweisen sich als äußert effektiv, die OTA Bildung
zu bremsen: beispielsweise einige Öle sowie Resveratrol, eine Substanz,
die in pflanzlichen Produkten wie Trauben und Erdnüssen gefunden werden
konnte. Darüber hinaus konnten im Rahmen dieses Projektes raschere und
verbesserte Methoden zur Beobachtung und Kontrolle der OTA Bildung während
der Getreidelagerung und -verarbeitung entwickelt werden.
Ungefähr ein Viertel der jährlichen Weltgetreideproduktion ist mit
Schimmelpilzen kontaminiert. Um die OTA Aufnahme zu verringern, müssen
in Zukunft weitere Möglichkeiten zur Verhinderung der OTA Bildung gefunden
werden, keinesfalls darf die Lösung des Problems die Empfehlung eines
verringerten Getreidekonsums sein. Denn Getreideprodukte stellen eine gute
Quelle für wichtige Nährstoffe dar und bilden die Basis einer gesunden
und ausgewogenen Ernährung.
Project Reference: QLK1-1999-00433
(OTA PREV)
http://www.slv.se/otaprev
and http://www.mycotoxin-prevention.com/Project1.htm
Project contact: Dr Monica Olsen
National Food Administration
R&D, Microbiology Division
Box 622; SE-751 26 Uppsala, SWEDEN
Tel: +46 18 175598 or +46 709 24 55 98; Fax: +46 18 105848
E-mail: mool@slv.se
URL: http://www.slv.se/engdefault.asp
O. Univ. Prof. Dr. Werner
Pfannhauser
Institut für Lebensmittelchemie und -technologie
TU Graz
Petersgasse 12/2
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