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FLAIR-FLOW 4 is supported by the European Commission within the 5th Framework Programme under the Quality of Life and Management of Living Resources, Key Action 1. It comprises a network that disseminates food research results to consumer groups, health professionals and the food industry in 24 European countries. |
FFE 649-03-HP 88
Krebs ist eine der Hauptursachen
in Europa für einen frühen Tod: einer von vier Europäern ist
an Krebs erkrankt oder wird während seines Lebens eine Krebserkrankung
entwickeln. Eine EU-finanzierte, konzertierte Aktion hat Schritte unternommen,
um die wichtige Rolle der Ernährung in der Krebsentstehung zu verstehen,
indem Ernährungsmuster aus verschiedenen europäischen Ländern
unter die Lupe genommen wurden. Es wurde deutlich, dass die Ernährung
allein nicht als auslösender oder verhindernder Faktor für die Entwicklung
von Krebs verantwortlich gemacht werden kann. Es ist hingegen plausibel dass
die Ernährung die Effekte der verursachenden Faktoren verändert.
Es gibt viele Beweise, dass die meisten der vermutlich durch die Ernährung
verursachten Krebsgeschehen nicht durch einen einzelnen Nährstoff oder
ein einzelnes Lebensmittel verursacht (oder verhindert) werden. Die konzertierte
Aktion Dietscan hat die Beziehung zwischen Ernährungsmustern und Krebs
in Finnland, Schweden, Italien und den Niederlanden untersucht. Das Hauptziel
des Projektes war es, einen Einblick zu geben, über die Validierung und
Verallgemeinerung von Ernährungsmuster in verschiedenen Ländern,
die konsequent die Entstehung von Krebs verhindern oder fördern.
Um den Zusammenhang zwischen definierten Ernährungsweisen und Krebs zu
untersuchen wurde eine faktorielle Analyse durchgeführt. Vier Kohortenstudien
wurden durchgeführt: ORDET (Italien); ATBC (Finnland); SMC (Schwede);
und NLCS (Niederlanden). In allen Studien wurden Fragebögen über
die Essgewohnheiten und Häufigkeit ausgefüllt, um ein Ernährungsmuster
zu erhalten.
Die Studie fand, dass die Konsumenten identifizierbare Ernährungsmuster
aufweisen. Im speziellen wurden zwei Ernährungsmuster identifiziert,
die den grössten Teil der Ernährungsvarianz erklären, und die
über alle vier Studien relativ zuverlässig waren. Das erste basiert
auf Gemüse oder Salat und beinhaltet auch Öl, Geflügel, Reis,
Teigwaren und Fisch. Das zweite basiert auf Schweinefleisch, verarbeitetem
Fleisch und Kartoffeln begleitet von Eiern, Butter und Kaffee.
Diese zwei Muster waren nicht zuverlässig in der Vorhersage des Risikos
für die zwei am meisten verbreiteten Krebsarten in Europa: Brustkrebs
und Dickdarmkrebs. Die Ernährungsweise mit viel Gemüse war in keiner
der Studie klar assoziiert mit Brustkrebs, war aber negativ assoziiert mit
Dickdarmkrebs bei den NLCS Frauen und war positiv assoziiert mit Enddarmkrebs
bei ATBC Männern. Umgekehrt war die Fleisch- und Kartoffel-Ernährung
positiv assoziiert mit Darmkrebs in der SMC-Studie und mit Enddarmkrebs in
der ATBC-Studie.
Weiter Resultate sind beim Projektkoordinator erhältlich.
Project Reference: QLK1-1999-00575
(DIETSCAN))
Project Coordinator: Dr R.A. Bausch-Goldbohm
TNO Nutrition and Food Research
Dept. of Nutritional Epidemiology
P.O. Box 360
3700 AJ Zeist, THE NETHERLANDS
Tel: +31 30 694 4755; Fax: +31 30 695 7952
E-mail: bausch@voeding.tno.nl
O. Univ. Prof. Dr. Werner
Pfannhauser
Institut für Lebensmittelchemie und -technologie
TU Graz
Petersgasse 12/2
A-8010 Graz
Tel.: 0316/873 6471
Fax: 0316/873 6971
e-mail: keg@pfannhauser.at
Internetz: http://www.pfannhauser.at