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FFE 650-03-HP 89
Eisenmangel im Blut während
der Schwangerschaft ist sehr häufig und kann schädliche Effekte
für Mutter und Kind haben. Wird das Eisen jedoch supplementiert, besteht
die Gefahr der Eisenüberversorgung. Ein europäisches Projekt namens
Femmes will die Sicherheit und Wirksamkeit der Eisensupplementierung
bei schwangeren Frauen untersuchen.
Es wird oft angenommen, dass während der Schwangerschaft der zusätzlich
Bedarf des Körpers an Eisen gedeckt werden kann, weil der Verlust durch
die Menstruation wegfällt, die mütterlichen Reserven mobilisiert
werden und die intestinale Absorption erhöht ist. Viele Frauen im gebärfähigen
Alter haben jedoch kleine Eisenreserven was das Risiko der Anämie für
diese erhöht wenn sie schwanger werden.
Blutarmut während der Schwangerschaft wird in der Regel mit Eisensumpplementen
behandelt, obwohl die verschriebene Menge stark variiert. Bedenken wurden
geäussert über das Risiko, welches im Zusammenhang mit einem Eisenüberdosierung
besteht: Freie Radikale werden gebildet, die als Prooxidantien agieren und
mit anderen Nährstoffen wie zum Beispiel Kupfer und Zink reagieren können
und so den Metabolismus beeinträchtigen.
Das Projekt untersucht die Effekte der Eisensupplementierung auf Parameter
wie oxidativer Stress und Zink- und Kupfermetabolismus bei schwangeren Frauen.
Bis jetzt haben Studien an Menschen, die bei nicht schwangeren Freiwilligen
durchgeführt wurden, ergeben, dass Eisen im Gastrointestinaltrakt die
Fett-Peroxidation erhöht. So könnten teilweise die Symptome, welche
bei hoher Eisenaufnahme durch Supplemente auftreten, erklärt werden.
In vitro Studien haben auch gezeigt, dass Antioxidantien keinen kurzzeitigen
Schutz gegen die Effekte hoher Eisendosen geben, aber jene Zellen, die mit
Antioxidantien wachsen erholen sich schneller als solche ohne Antioxidantien.
Tierstudien haben bestätigt, dass ein vorgeburtlicher Eisenmangel einen
höheren Blutdruck bei den Nachkommen im Erwachsenenalter zur Folge hat
und haben so die relative Wichtigkeit der Eisensupplementierung in der frühen
Schwangerschaft für eine normale fötale Entwicklung bestätigt.
Die Resultate der Studie, die im Rahmen dieses Projektes an schwangeren Frauen
durchgeführt wird, sollen die Effekte der Eisensupplementierung auf den
Eisenstatus der Mutter während der Schwangerschaft aufzeigen und die
Effekte der Eisensupplementierung auf die Absorption von Zink und Kupfer aus
der Nahrung untersuchen.
Project Reference: QLK1-1999-00337 (FeMMES) http://www.rowett.ac.uk/femmes/
Project Contact: Professor
Harry McArdle
The Rowett Research Institute
Greenburn Road
Bucksburn
Aberdeen AB21 9SB, UK
Tel: +44 (0)1224 716626; Fax: +44 (0)1224 716616/716687
E-mail: A.White@rri.sari.ac.uk
or H.McArdle@rowett.ac.uk
O. Univ. Prof. Dr. Werner
Pfannhauser
Institut für Lebensmittelchemie und -technologie
TU Graz
Petersgasse 12/2
A-8010 Graz
Tel.: 0316/873 6471
Fax: 0316/873 6971
e-mail: keg@pfannhauser.at
Internetz: http://www.pfannhauser.at