Konsumentenverhalten gegenüber Lebensmittel hergestellt durch "genetic engineering"

F-FE 350/99


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Das Ziel dieses FAIR-Projektes ist die Untersuchung (a) wie der Konsument seine Meinungen gegenüber genetischer Modifikation in der Lebensmittelproduktion bildet, (b) wie diese Meinungen die Kaufentscheidungen des Konsumenten beeinflussen, und c) wie Meinungen und Kaufentscheidungen durch verschiedene Informationsstrategien beeinträchtigt werden.

 

Für mehr Information kontaktieren Sie bitte: Prof. K.G. Grunert, MAPP - Centre for Market Surveillance, Research and Strategy for the Food Sector, The Aarhus School of Business, Haslegaardsvej 10,8210 Aarhus V, Denmark. Tel: +45-8948-6487; Fax: +45-8615-0177; E-mail: klaus.grunert@mar.hha.dk

 

Nationaler Netzwerkleiter

O.Univ.Prof.Dr. Werner Pfannhauser
Institut für Bio- und Lebensmittelchemie
Technische Universität Graz
Tel: 0316 873 64 70
Fax: 0316 873 69 70
e-mail: f548pfan@mbox.tu-graz.ac.at.



Konsumentenverhalten gegenüber Lebensmittel hergestellt durch "genetic engineering"

F-FE 350/99

 

Das Ziel dieses FAIR-Projektes ist die Untersuchung (a) wie der Konsument seine Meinungen gegenüber genetischer Modifikation in der Lebensmittelproduktion bildet, (b) wie diese Meinungen die Kaufentscheidungen des Konsumenten beeinflussen, und c) wie Meinungen und Kaufentscheidungen durch verschiedene Informationsstrategien beeinträchtigt werden.

In diesem Projekt wurden vier soziale Forschungsmethoden kombiniert, zwei qualitative und zwei quantitative. Zur Untersuchung der Konzepte wurden Expertengruppen und Interviews verwendet, in denen die Meinungen über genetische Modifikation in der Lebensmittelproduktion relevant waren. Zur Einschätzung der Meinungen wurden Umfragen und experimentelle Wahlverfahren verwendet, Modelle für Kaufentscheidungen und die Einflüsse von drei verschiedenen Informationsstrategien.

Die empirische Forschung wurde in Dänemark, Deutschland, Italien und UK durchgeführt. Um die Ergebnisse zu erhalten, die echtes Konsumentenverhalten und Konsumentenmeinungen wiederspiegeln, wurden zwei konkrete Produktbeispiele mit unterschiedlicher Konsumentenvorliebe untersucht. Die Beispiele waren Bier, gebraut mit genetisch modifizierter Hefe und Joghurt mit genetisch modifizierten Starterkulturen.

Die Ergebnisse zeigten beträchtliche Skepsis gegenüber der genetischen Modifikation in der Lebensmittelproduktion und auch gegnüber den resultierenden Produkten, gleichgültig ob diese genetisch modifizierte Organismen enthielten oder nicht. Diese Skepsis kann größtenteils durch wenige wahrgenommene konsumentenrelevante Vorzüge und empfundene unkontrollierte und unerwünschte Konsequenzen (Risiken) erklärt werden. Konsumentenmeinungen und Kauffreudigkeit unterscheiden sich in den einzelnen Ländern nur wenig. Dänische und deutsche Konsumenten befürworten die Gentechnik in der Lebensmittelproduktion am wenigsten. Im allgemeinen unterscheiden sich die Meinungen der Konsumenten von denen der Experten, besonders im Hinblick auf die Annehmbarkeit des Risikos der Gentechnologie in der Lebensmittelproduktion. Letzlich zeigten Auswahlverfahren mit verschiedenen Informationsbedingungen keine signifikanten Effekte auf die Konsumentenmeinungen. Die Ergebnisse dieses Projektes sollen wohl die europäische Lebensmittelindustrie wie auch die Europäische Union und Wissenschaftler, die sich mit dem Konsumentenverhalten beschäftigen, unterstützen..

Für mehr Information kontaktieren Sie bitte: Prof. K.G. Grunert, MAPP - Centre for Market Surveillance, Research and Strategy for the Food Sector, The Aarhus School of Business, Haslegaardsvej 10,8210 Aarhus V, Denmark. Tel: +45-8948-6487; Fax: +45-8615-0177; E-mail: klaus.grunert@mar.hha.dk